[Travel] Lago di Garda

Ich tendiere in letzter Zeit dazu, weniger zu posten. Dafür gebe ich mir deutlich viel mehr Mühe bei den einzelnen Bildern und Texten, und versuche dadurch den Mangel an Quantität durch Qualität zu kompensieren. Heute gibt es einen außerplanmäßigen Post, und zwar einen kleinen Reisebericht.

Am 10. Oktober fuhr ich für eine Woche nach Italien. 1300 km quer durch Deutschland, Österreich und Italien. Dieses Land ist schon immer eines meiner Lieblingsländer gewesen, und vor zwei Jahren bin ich gleich zwei mal dort gewesen. Einmal auf Klassenreise >Post dazu hier (leider fehlen einige Bilder) < und dann in Südtirol >hier<.  Dieses Mal entschieden wir uns an den Gardasee zu fahren, und wir haben entschieden nächstes Jahr wieder dort hin zu fahren. Es war traumhaft, und wir haben einfach noch so viel zu sehen.

Blick von der Autobahn
Tag 1: Fahrt nach Oberbayern. 
Am Freitag fuhren mein Vater und ich nach Oberbayern zu meinen Großeltern. Es sind knapp 1000km, und normalerweise fahren wir ungefähr 11 Stunden. Wir fuhren dieses mal 14 aufgrund des Staus. Außerdem haben wir einen kleinen Zwischenhalt in Würzburg gemacht. Jedes Jahr fahren wir an Würzburg vorbei, und noch nie sind wir dort gewesen. Und ich muss sagen, dass es eine wundervolle Stadt ist. Wir haben dann in Oberbayern südlich von München übernachtet.

Tag 2: Fahrt nach Italien
Am nächsten Tag fuhren wir zusammen mit meiner Mutter, welche bei meinen Großeltern war, nach Italien. Wie immer hat es in Österreich geregnet (es regnet irgendwie immer wenn man durch Österreich fährt (und ich bin schon einige Male durchgefahren)), aber als wir dann in Italien waren, war das Wetter wieder super. Wir entschieden uns, in Trient einen Zwischenstopp zu machen, da wir gehört hatten, dass die Stadt ganz schön sei. Wir waren leider nicht sonderlich begeistert, und zogen enttäuscht weiter. Am Nachmittag kamen wir dann in Garda an (also dem Ort Garda, welcher am Lago di Garda liegt). Wir verbrachten die Woche im Parco del Garda, in einem Bungalow. Die Lage ist wirklich wundervoll, und der Blick fantastisch (wir hatten auch die Hütte mit dem wahrscheinlich besten Blick). Allerdings ist die Einrichtung etwas spartanisch, aber da wir damit gerechnet haben, hatten wir dann doch alles nötige. Leider waren die Dächer bei einigen Hütten nicht ganz regenfest (bzw. Regen kann man das nicht mehr nennen, es war eher eine Sintflut), und bei unseren Nachbarn hat es etwas rein geregnet, bei uns war nur das Badezimmer nass.

Blick von der Rocca di Garda auf Bardolino 



  Tag 3: Erkundung vom Ort Garda und die Rocca. 
Am nächsten Tag wollten wir den Ort Garda erkunden und hoch auf den Berg hinter dem Park. Auf unserer aktuellen Landkarte von Kompass waren mehrere Wanderwege eingezeichnet, welche wir aber nie fanden. Kein seltenes Szenario in der kommenden Woche. Wir endeten einige Male vor Metallzäunen. Wir entschieden dann auf die Rocca di Garda zu gehen. So konnten wir nebenbei auch den Ort erkunden. Von der Rocca hat man einen wunderschönen Blick auf Bardolino und Garda und den Gardasee natürlich auch. Der Ort Garda hat eine wunderschöne Altstadt, mit engen Gassen und viele Läden. Die meisten Läden waren billige Taschenläden, oder billige Klamottenläden, aber die meisten hatten schon zu, da die Saison schon zuende war.

Tag 4: Fahrradtour nach Torri del Benaco und Parco Termale  Cola di Lazise 
Meine Mutter und ich wollten unbedingt eine größere Fahrradtour machen, allerdings mussten wir auf halben Wege, auf dem Weg auf einen Berg umdrehen, da das Wetter eine apokalyptische Wendung genommen hatte. Es ist wohl nicht so klug auf einen Berg zu fahren, wenn die Blitze in den Berg einschlagen. Wir sind dann so schnell wie möglich nach unten gefahren und sind dann in Torri del Benaco in ein Café gefahren. Ich habe schon lange keinen so heftigen Regen erlebt. Im Café ging dann kurzzeitg der Strom weg, und im Fernseher sah man apokalyptische Bilder von Genua, wo mal wieder eine Überschwemmung wegen eben dieser Gewitter war. Als es dann besser wurde sind wir zurück nach Garda und haben uns erstmal in ein paar Wolldecken gewickelt. Abends wollte meine Mutter dann nach Cola di Lazise in eine Therme. Die Therme ist ein großer Park mit gigantischen Bäumen (von denen enige an eben diesen Tag umgekippt sind, und ein paar Lagen auch im Wasser). In diesem Park sind mehrere große "Seen", die mit heißen Wasser gefüllt sind. Das Wasser kommt anscheinend aus warmen Quellen im Untergrund. Es war wirklich toll, zumal die Luft kalt war, und es geregnet hat, aber gleichzeitig schwamm man ohne Probleme im heißen Wasser. Es war wirklich traumhaft (obwohl ein paar Äste im Wasser schwammen, wegen dem riesigem Baum). Das einzige Manko sind die astronomischen Preise. Am Tag kostet es 24€ p. P, nach 16:00 "nur" noch 18€.

Feldweg auf dem Monte Baldo 
Tag 5: Monte Baldo 
Typische Familienaktion: Wir fahren los, mit dem Ziel uns eine Stadt anzuschauen, und enden auf einem Berggipfel. Sowas passiert jedes Jahr immer wieder, und auch wenn ich mit Freunden unterwegs bin, enden wir immer mitten in der Wildnis. Muss in den Genen liegen.
Allerdings muss ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Wir sind von Garda aus nach Albisano, und  dann weiter nach San Zeno di Montagna. Dann fuhren wir noch ein Stück weiter nach oben, bis wir dann irgendwann am Ende der Straße waren. Dann sind wir zu Fuß weiter, und irgendwann waren wir oben auf dem Grat. Wieder ließ uns die Karte im Stich, einige Wege waren einfach nicht eingezeichnet, und andere gab es nicht.

Tag 6: Torri del Benaco vol.2
Eigentlich war nur ein kleiner gepflegter Spaziergang geplant. Es wurde mal wieder ein Abenteuer.Ich möchte hier jetzt nicht zu viele Bilder zeigen, da ich an dem Tag fast nur analog fotografiert habe, aber die Bilder folgen in einem anderen Post. Also dazu später mehr.

Blick von der Kirche ins Tal
Tag 7: Madonna della Corona
Heute mussten wir leider schon den Bungalow fertig zur Endreinigung haben (wir machen das immer selber um zu sparen), weshalb wir leider keine größere Erkundungstour machen konnten (darüber war ich letztendlich doch ganz froh), weshalb wir uns entschieden mit dem Auto nach Spiazzi zu fahren (kleines Bergdorf), um von dort aus zur Madonna della Corona zu gehen. Die Kirche liegt direkt am Abhang, und ist in den Fels hinein gebaut. Insgesamt eine schöne Kirche, allerdings war mir das dann doch ein bisschen zu viel Religiösität (Nichts gegen Religion, aber solche Pilgerstätten sind oftmals voll von fanatischen Leuten die dich anschauen als wollten sie dich persöhnlich den Berg herunter schmeißen). Der Ort Spiazzi ist an sich ziemlich heruntergekommen, und es gab nicht so viel zu sehen. Da wir eigentlich geplant hatten mit dem Rad nach oben zu fahren (bzw mit dem Rad den Monte Baldo hoch zu fahren), hatten wir die Räder mit auf dem Auto. Wir waren dann so faul und sind einfach mit dem Rad runter nach Caprino Veronese gefahren. Es war wirklich wunderbar, aber schlechtes Gewissen hab ich schon. Ganz schön unsportlich. Am Nachmittag habe ich dann Fotos im Olivenhain gemacht. Es gibt so viele tolle Locations dort, und ich habe gar nicht die Zeit gehabt alles zu sehen.

Tag 8: Heimweg
Am letzten Tag fuhren wir frühmorgens los. Insgesamt 1330 Kilometer lagen vor uns. Wir brauchten wieder 16 Stunden nach Hause, und das auch nur weil wir insgesamt 3 Stunden oder so im Stau standen (und ich auf dem letzten Stück von Hamburg nach Hause nicht schneller als 70km/h fahren konnte, weil es so nebelig war).


Ich muss sagen, dass wir wirklich sehr viele Sachen nicht geschafft haben. Ich war zwar schonmal in Verona, und muss nicht unbedingt nochmal hin, aber andere Städte wie zB. Riva del Garda fände ich auch mal interessant zu sehen. Außerdem würde ich auch gerne mal das das Westufer sehen.


Comments

  1. uii ich liebe liebe liebe den Gardasee, seit 10 Jahren fahre ich Ostern immer 2 Wochen dorthin und kenne mitlerweile alles in und auswendig! Auf dem Monte Baldo war ich auch schon einige male und am schönsten finde ich es wenn die Wolken tief um die Spitze sind, unglaubliches erlebniss!
    Italien gehört auf jedenfall auch zu einer meiner Lieblingsländer! und war Österreich und den regen angeht muss ich dir definitiv zustimmen, auch ich bin schon einige male durchgefahren, die armen Österreicher :/

    xoxo

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  2. Atemberaubende Landschaft und ganz, ganz toll eingefangen! Das Bild mit dem Steinhaus in den Bergen erinnert mich einfach sooo unglaublich an Irland.. ich bekomm schon wieder Fernweh!

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  3. sehr schöne eindrücke. <3 die gegend dort ist einfach bezaubernd. :D

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  4. wunderwunderschöne Bilder! alles Liebe <3

    http://mondsonneundsterne.blogspot.co.at/

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  5. Wunderbare Urlaubsziele. Die Bilder machen Lust, da auch gleich hinzufahren.

    Liebe Grüße
    jakob

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  6. Hi hi, dein Beitrag ist mir so in Erinnerung geblieben, dass ich ihn in meinem Wochenrückblick verlinkt habe. Tolle Bilder (wie immer) und tolle Texte - obwohl meine Anreise zum Gardasee so viel kürzer als deine wäre, war ich noch nie da -.- das muss sich wohl ändern! Mein Wochenrückblick geht übrigens gleich online :) Lieben Gruß, Isabelle

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